Hot Printing Festival 2026

Das Klingspor-Museum in Offenbach ist ein Museum für Typografie und Buchkunst. Das klingt eher staubig, aber das Museum wird aufs Schönste belebt durch Veranstaltungen, die oft genug auch zum Mitmachen einladen.

Das „Hot Printing Festival“ ist eine besonders schöne Veranstaltung. Alle Ausstellenden sind eingeladen, eine Mitmach-Aktion anzubieten. Weil das bisher sehr gut ankam und mich nicht mit farbverschmierten Fingern konfrontiert, nehme ich meine Schreibmaschine mit.

Das passt auch prima, weil ich dieses Jahr mit Gisela Winterling am Stand sein werde. Ihre Poesie finde ich in jeder Form wunderbar, und wir haben bei „Nachtpflaster“ intensiv und mit Freude zusammengearbeitet. Für das Hot Printing Festival habe ich mir eines ihrer Gedichte vorgenommen, welches ich ganz besonders liebe: „A Moonplay“.

Den Mond habe ich schon als Kind geliebt, „Kindermond“ hieß er, wenn er tagsüber sichtbar war. Beim Festival gibt es ihn in klein:

… und in groß, mit Giselas Gedicht:

Das Betriebsgeheimnis der Natur und andere Missverständnisse

Einige gängige Narrative schildern die Natur und unser Verhältnis zu ihr wie folgt:

Die Natur sei wild, grausam, ökonomisch, aber auch verschwenderisch, die Quelle allen Lebens, voller Gesetze, die vor allem Forschende verstehen, und mit Geld nicht zu bezahlen, aber trotzdem von Privatpersonen oder Nationen in Besitz zu nehmen.

Der Natur etwas abzuringen, sei eine Leistung von Pionier*innen und Landwirt*innen, auch Gärtner*innen. So müsse beispielsweise die Ernährung der Menschheit der Natur mit Tricks wie gentechnischer Veränderung abgetrotzt werden. Ah ja?

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Naturschauspiel – das Offene Garten-Atelier

Die Fortsetzung von „Bei Licht besehen“ findet in meinem Garten statt. Naturschauspiel heißt die Ausstellung unter freiem Himmel. Sie macht „die Natur“ nicht nur zum Gegenstand, sondern auch zum Spielort meiner Kunst. Moment – die Natur? Was soll das sein?

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